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Faszination Malinois

Der Malinois, dessen ursprüngliche Verwendung im Hüten der Schafherden lag, ist ein wendiger, ausdauernder und sportlicher Hund, der nicht zuletzt durch seine Gesundheit glänzt.

Sein überschäumendes Temperament und seine stetige Arbeitsfreude sind das, was einen Malinois auszeichnet, ebenso seine stolze Haltung und sein ehrlicher Blick, der voller Liebe und Hingabe für seinen Hundeführer und die Familie ist. Er wird nicht zögern, diese in jeder Situation zu verteidigen.

Durch seine Intelligenz, Anpassungsfähigkeit und Sportlichkeit meistert er jede Art von Arbeit.
Seine schnelle Auffassungsgabe und sein unermüdlicher Lerneifer machen ihn zum idealen Partner im Hundesport.

Seinem Herrn gegenüber ist er sehr sensibel und man muß ihn mit viel Einfühlungsvermögen und Intelligenz aber auch mit viel Konsequenz erziehen.
Schlechte Erfahrungen vergißt er fast nie.

Für Haus und Hof ist er ein guter Wächter und er wird nicht zögern, Eindringlinge blitzschnell und hartnäckig zu vertreiben.


Auszug aus einem Artikel von Dr. med. vet. Y. Surget in Magazin Chien 2000:

“Der belgische Schäferhund und sein impulsiver Charakter bewirkt, daß sein Reaktionsvermögen einen großen Einfluss auf seine Stimulans hat. Für einen Neuanfänger sind die Eigenschaften überwältigend, zugleich aber nicht durchschaubar. Er ist ein aktiver Hund und dadurch immer auf der Wacht, zugleich ist er ein hingebungsvoller Hund und adoptiert seinen Herrn, den er nicht wechseln möchte. Ein Besitzerwechsel kann in einigen speziellen Fällen verwirrende Symptome bei ihm auslösen. In der Natur und zusammen mit seinem Herrn zeigt der Belgische Schäferhund eine spezifische Lebenslust und verhält sich anders als in seiner Umgebung. Leicht beeinflussbar und impulsiv zeigt er im gleichen Augenblick eine gewisse Nonchalance und die Eleganz eines Führerhundes. Zugleich ist er ein liebevoller Spielkamerad der jüngsten Familienmitglieder und ein guter Verteidiger seiner Familie. Die Festigung seines Charakters, der sehr gefühlvoll ist, braucht eine ruhige und milde Hand, die aber gleichzeitig mit einer bestimmten Stärke kombiniert werden muß. Zugleich müssen wir dem Hund freie Entfaltungsmöglichkeit geben, ohne Möglichkeit, Dominanz auszuspielen. Der Anfang ist, den Welpen mit der Außenwelt zu konfrontieren. Das muß geschehen, ohne den Welpen zu beeinflussen oder zu irritieren. Er wird sich korrekt aufführen und das ohne überraschende Reaktionen.”


Im November 1983 publizierte das belgische Magazin “Wouf” das Interview eines Journalisten, der eine Spezialausstellung in Zürich besuchte und schrieb:

“Ich fragte einige Rasseliebhaber, wieso sie gerade diese Rasse ausgewählt haben: Wir lieben unsere Belgischen Schäferhunde wegen ihrer Schönheit und Persönlichkeit, wir sind Individualisten, gleichzeitig lieben wir einen “Weiberhund”. Ich wollte wissen, wieso die Bezeichnung Weiberhund: mit lachendem Gesicht wurde mir erzählt, ein Weiberhund sei ein Hund, der sich gerne anschmiegt. Es ist natürlich nicht ein Idealhund, wenn sie das Außergewöhnliche suchen. Man muß den Hund verstehen, wenn sie damit arbeiten wollen. Möchte man wirklich mit einem Belgischen Schäferhund arbeiten, so müssen sie sich im Klaren sein, daß sie ein Präzisionswerkzeug besitzen und dementsprechend müssen sie vorgehen.

Sie vergessen nie, arbeiten sehr schnell, reagieren umgehend und sind nicht mit anderen Arbeitshunden zu vergleichen. Gibt es viele, die mit Belgischen Schäferhunden arbeiten? In jedem Land sind 80% der Rassehunde reine Familienhunde, beim Malinois ist es ein wenig anders und ich habe folgende Erfahrung damit gemacht: ich konnte diese Hunde streicheln, ohne gebissen zu werden. Habe aber auch gelernt, nie meine Hand einfach nach einem belgischen Schäferhund auszustrecken, den ich nicht kenne.”