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Geschichte des Malinois     

Teil 2

In Deutschland war der erste eingetragene Malinois Ruka (aus Murky und Prisca von Turenfels), die belegt nach dem Arbeitsrüden Rusky am 10.01.1971 den ersten Malinois-Wurf in Deutschland (im Zwinger „Malinois-Lodge“) brachte.

Urgo von Turenfels, ein berühmter Ring III Finalist, war der Vater der Würfe B „vom Bäckerstüble“ 1974 und C „vom Bäckerstüble“ 1975. Die Welpen wurden fast alle ins Ausland verkauft und hatten Einfluss auf die Tervuerenzucht.

Im Zwinger „von der Valleyer Höhe“ wurde 1976 mit der importieren Hündin Etoile du Colombophile gezüchtet, Der Rüde Andre wurde in die Schweiz verkauft und war der Vater von Bessie Firedancer Kennel, die die Mutter des Jugendsiegers DM Bjelo vom Stutengarten war.

Dann wurde der Rüde Molosse, aus reinen Mouscronnaislinien importiert, der 50 Mal die SchH III absolvierte. 1980 fiel dann bei seinem Besitzer im Zwinger Sonnenstück der A-Wurf nach der französischen Importhündin Naja Bois Muduet.

Eine Hündin aus diesem Wurf, Anja, hatte 1982 einen Wurf nach der einzigen Deckung von dem SchH III Rüden D`Jack du Boscaille, der im Besitz von Peter Engel stand.

Aus diesem Wurf wurde Basti von der Hirtenfreude bekannt, die VDH-Champion wurde und Zuchthündin im Zwinger „Tettenbacher Schäferhof“ war.

 

Peter Engel, der mit den langhaarigen Belgischen Schäferhunden anfing, importierte Duchesse de Lancaumont (eine Tochter von Qu`Rack du Bois D`Emblese), Cris du Boscaille und die wohl wichtigste Hündin für die deutsche Zucht Erika des Deux Pottois. Damals noch im DKBS (Deutscher Klub für Belgische Schäferhunde), gründete Peter Engel am 26. Mai 1984 den DMC (Deutscher Malinois Club). Der DMC hatte sich zum Ziel gemacht, die herausragenden Eigenschaften des Malinois zu erhalten und zu fördern. Hierzu wurde die ZTP (Zuchttauglichkeitsprüfung) und die Körung eingeführt – die Körung bestanden nur die Besten.

 

Im Zwinger von Löwenfels wurde Erika des Deux Pottois mit dem Rüden Othis du Domaine de Maison Neuve gepaart und brachte die Nachkommen Crack, Cadix, Cliff, Canto und Cora. Aus der Verpaarung Erika des Deux Pottois und G`Vitou des Deux Pottois kamen Fico und Falko, sie wurden in Frankreich nach IPO III geführt und Fico war 1987-1989 französicher Meister und der letzte Europameister nach der FCI-Version.

 

Die Malinoiszucht in Deutschland basiert auf Hunden belgischer und französischer Abstammung – wobei einige Zuchttiere aus dem Zwinger „des Deux Pottois“ von Luc Vansteenbrugge stammen. Der wohl berühmteste Vererber aus diesem Zwinger ist G`Vitou des Deux Pottois.

In Deutschland setzten damals vor allem zwei Rüden Akzente in der Zucht: Oscar von Löwenfels und der G`Bibber-Sohn Kolos des Deux Pottois.

 

Zwinger waren u.a.:

„von Löwenfels“, „von der Wautz“, „vom Roten Falken“, „des Teutones“, „von der Breuker Heide“, „von Bonum Bono“, „Airport Hannover“, „vom Schnellen Fuchs“, „vom Forsthaus Augustdorf“, „von den Bösen Buben“, „vom Greifenring“, „von der Ihleburg“, „vom Haus Penz“,…..

 

1986 nahm mit Gayal des Deux Pottois zum ersten Mal ein Malinois an der Deutschen Meisterschaft teil.

 

Die Erfolge des Malinois ziehen auch durch Deutschland:

 

1990   Deutscher Meister Igor von Löwenfels mit Mary Louise Braymann

1992   Deutscher Meister Sam von Löwenfels mit Georg Schratzenstaller

1993   Deutscher Meister Onix von Löwenfels mit Anke Höpken

1994   Deutscher Meister Sam von Löwenfels mit Georg Schratzenstaller

1995   Deutscher Meister Zhara von Löwenfels mit Uwe Rader

1997   Deutscher Meister Emir des Teutones mit Paul Recktenwald

1998   Deutscher Meister Klemm vom Roten Falken mit Knut Fuchs

1999   Deutscher Meister Klemm vom Roten Falken mit Knut Fuchs

2000   Deutscher Meister Mustang mit Manfred Schmalzbauer

2002   Deutscher Meister Greck des Teutones mit Petra Sporrer

2003   Deutscher Meister Butsch v.d. bösen Nachbarschaft mit Theo Sporrer

2004   Deutscher Meister Butsch v.d. bösen Nachbarschaft mit Theo Sporrer

 

Ähnlich groß ist der Siegeszug des Malinois auf Veranstaltungen wie der FCI- Weltmeisterschaft u.a.

 

Die Sieger des DMC-Championates waren folgende:

 

1993 Arco van de Puttershoef mit Edgar Scherkl

1994 Arek von der Wautz mit Schweinsberg

1995 Bonsai vom Roten Falken mit Ursula Fuchs

1996 Ursus von Löwenfels mit Uli Morof

1997 Iron vom Roten Falken mit Uwe Schmidt

1998 Clip vom Roten Falken mit Armin Buschmann

1999 Face von den Bösen Buben mit Jürgen Ramming

2000 Saija von Löwenfels mit Rolf Weißenberger

2001 Gipsy von den Bösen Buben mit Sieglinde Eder

2002 Aika der Sonne entgegen mit Michael Manhart

2003 Alpha de Sauvage Chasseur mit Kim Hechler

2004 Aika der Sonne entgegen mit Michael Manhart

2005 Lupano`s Duke mit Markus Neutz

 

 

Quellen:

Karla Klapproth, Anne Weitz-Heeland, Jean-Marie Vanbutsele, Georges Van Ceulebroeck, André Varlet/ Philippe de Wailly, Erna Bossi, Mme Aubry, Yves Surget

                                                                                                                           @ Tanja Rummel

 

Klemm02

Klemm vom Roten Falken

Butsch
oscar

Oscar von Löwenfels

Aika
Koloss02

Kolos des Deux Pottois

Erikak03

Erika des Deux Pottois

Butsch v.d. bösen Nachbarsch.

Aika der Sonne entgegen